Eine neue Orgel für Uelzen

Auf der Suche nach der Orgel

haben wir inzwischen jeweils zwei Angebote von drei Orgelbauern erhalten, die sich mit unserem Kirchenraum und den sich daraus ergebenden Anforderungen vertraut gemacht haben, um für unsere Erlöserkirche eine klangschöne und geeignete Orgel zu entwickeln. Jetzt geht es in die weitere Planungs– und Entscheidungsphase. Der Förderverein unserer Kirchengemeinde, der Pater-Kolbe-Uelzen e. V., hat sich bereit erklärt, ein Spendenkonto einzurichten. Da solch ein Instrument sehr kostspielig ist, …

… benötigen wir Ihre Unterstützung!

Bitte überweisen Sie ihre Spende auf folgendes Konto:

Pater-Kolbe-Uelzen e. V.

Sparkasse Uelzen IBAN: DE67 2585 0110 0000 2663 87

BIC: NOLADE21UEL

Verwendungszweck: Orgel

Sie erhalten automatisch eine Spendenquittung!

Vielen Dank im Voraus!

Thomas Borgelt für den Orgelbauausschuss

Informationen, Texte und neue Nachrichten zum Orgelprojekt

Im Zusammenhang mit den Planungen für den Orgelneubau sind mir verschiedene Artikel ins Auge gefallen, die ich Ihnen als interessierten Besucher unserer Internetseite zugänglich machen möchte, damit Sie sich ein Bild von der Bedeutung des Musizierens in der Kirche und der Orgelmusik machen können. Der Gesamtbeitrag gliedert sich in die folgenden drei Teile und wird in loser Folge fortgesetzt:

  • Die Bedeutung der Kirchenmusik vor und nach dem zweiten Vaticanum

  • Für die Liturgie nur das Bestmögliche

  • Die Situation in Uelzen

Das neue Musikkonzept des II. Vaticanums im Gegensatz zum „Motu Proprio“ von 1903

Erstmals wird im Jahr 1903 ausführlich in einem römischen Dokument die Verhältnisbestimmung von Liturgie und Kirchenmusik benannt:

  • Musik ist erfreuliche, aber nicht notwendige Beigabe zur Liturgie. Sie hat stets dienende Funktion und kann die gottesdienstliche Feier lediglich ausschmücken und verzieren. Sie ist unbedeutend für die „Gültigkeit“ liturgischer Vollzüge. Die Aufgabe der Musik besteht in der „Erhöhung der Würde und des Glanzes kirchlicher Zeremonien“. (Motu Proprio von 1903)
  • Der Gesang hat absoluten Vorrang vor dem Orgel- und Instrumentalspiel. Vorbild und Stilideal für den einstimmigen Gesang ist der Gregorianische Choral, für das mehrstimmige Singen das kompositorische Schaffen Palestrinas.

Erst 60 Jahre später ersetzt das II. Vatikanische Konzil diese zum Teil recht fragwürdigen Regelungen durch ein neues Konzept:

  • Musik ist „notwendiger und integrierender Bestandteil“ jeder Liturgie.
  • Alle, die im Gottesdienst Musik machen, üben einen liturgischen Dienst aus.
  • Sprachliche und musikalische Vollzüge stehen gleichberechtigt nebeneinander.
  • Alle Vokal- und Instrumentalmusik in der Liturgie hat als Ziel „Die Ehre Gottes und die Heiligung der Gläubigen.“ (SC 112) SC = Sacrosanctum Concilium (lat.: Das heilige Konzil)

Auf dieser Grundlage wird der Musik erstmals der Stellenwert in der Liturgie eingeräumt, der ihr von ihrem innersten Wesen her zukommt.

Von der Orgel sagt das Konzil: „Die Pfeifenorgel soll in der lateinischen Kirche als traditionelles Musikinstrument in hohen Ehren gehalten werden; denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben.“ (SC 120)  Pfr. Prof. Franz-Josef Rahe (in: Kirchenmusikalische Informationen im Bistum Osnabrück Nr.53)

Nachdem ich diese Zeilen gelesen hatte, stellten sich mir die Fragen:

Wie steht es 55 Jahre nach dem zweiten Vaticanum um die kirchenmusikalische Situation in Uelzen? Was können wir verändern, um die Liturgie durch die musikalische Gestaltung zu unterstützen?

Mit Sicherheit schaffen wir mit einer neuen Orgel die dauerhaften und zukunftsfähigen Voraussetzungen zum Lobe Gottes, insbesondere durch das gemeinsame Singen mit einem anrührenden Orgelklang – denn schon der Kirchenlehrer Augustinus wusste: „Wer singt betet doppelt!“